Im Gegensatz zu Zeltreisenden halten sich Faltcaravan-Eigentümer oft auch tagsüber in ihrer Behausung auf. Knallt an heißen Sommertagen dann die Sommerhitze ohne Unterlass auf die Zeltplanen, wird genau das zur Herausforderung. Wie man im Falter die Temperaturen senkt und selbst cool bleibt zeigt dieser Blog-Beitrag. 

Faltcaravaning bei Hitze

Faltcaravaning bei Hitze – das ist zu tun

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Tipp 1: Stellplatz überlegt wählen
Kühle Temperaturen im Falter beginnen beim Stellplatz. Wenn möglich sollte der Zeltanhänger so postiert werden, dass ab späten Vormittag ein Schatten auf ihn fällt. Bereits Hecken und Sträucher helfen die Temperaturen zu senken. Und falls es nur Sonnenplätze gibt? Einfach mit Tisch und Stühle draußen im Schatten des Falters bequem machen und mit diesen dann regelmäßig umziehen.

Tipp 2: Für Belüftung sorgen
Dritte Sofortmaßnahme ist die Belüftung. Hier scheiden sich die Geister. Während die eine Schule besagt nur Abends bis Morgens zu lüften und am Tag alle Öffnungen zu schließen raten wir zu einem zirkulierenden Lüftchen am gesamten Tag. Dazu einfach zwei (möglichst gegenüberliegende) Eingänge weit öffnen und Petrus um etwas Wind bitten. Hat man sein Lager an einem insektenreichen Platz aufgeschlagen, helfen viele Faltcaravan-Hersteller gerne mit speziellen Lüftungsfenster und Fliegengitter weiter.

Tipp 3: Nasse Tücher auflegen
Unter Zeltnutzern rankt sich das Gerücht, dass auf die Falter-Zeltplanen gelegte nasse Handtücher oder wärmeabweisende Rettungsdecken die Innenraumtemperaturen merklich abfallen lassen. Wir haben das nie ausprobiert, ein Versuch ist diese Maßnahme dennoch wert. Insbesondere bei anhaltender Gluthitze.

Tipp 4: Ventilator nutzen
Wie in einer festen Behausung sorgt auch ein Ventilator für (gefühlt) angenehmere Temperaturen im Zeltanhänger. Bevor ein extra Gerät für eine Handvoll Hitzetage im Jahr angeschafft wird, sollte man überprüfen ob man vielleicht über einen Ventilator Heizer verfügt. In vielen Fällen lässt sich dieser Heizertyp auch als simples Luftgebläse umfunktionieren. Um die Erwartungen hier zu dämpfen: bzgl. Windstärke ist dieser Aktivkühler einem Ventilator in vielen Fällen unterlegen.

Tipp 5: Schüsseln mit Wasser aufstellen
Zusätzlich sollten nasse Tücher oder Schüsseln mit kühlen Wasser im Zeltinneren aufgestellt werden. Im Zusammenspiel mit einer guten Belüftung hilft die Verdunstung des Wassers die Luft im Faltcaravan-Inneren zu senken.

Tipp 6: Wärmeerzeuger auslagern
Last but not least sollten alle Wärmeerzeuger kurzfristig ausquartiert werden. Für Küchenzeile, Kühlbox, etc. heisst das: an Hitzetagen stehen diese temporär vor, statt im Faltcaravan.

Einen kühlen Kopf bewahren

Tipp 7: Schlaflager optimieren 
Es klingt paradox ist aus eigner Erfahrung jedoch empfehlenswert. Die erholsamere Mittagssiesta unterstützt eine mit mit kaltem Wasser aufgefüllte Wärmeflasche. Apropos Schlaf: die in vielen Zeltanhängern üblich Schlafkabinen kann man rasch entfernen, dass sorgt für luftigere Atmosphäre. Auch sollte statt der Baumwollbettwäsche Bettbezüge aus Satin verwendet werden. Analog der Körperfunktionswäsche transportiert dieses Material Feuchtigkeit und Wärme nach außen. Hingegen bleibt bei Baumwolle der Schweiß zwischen den Fasern und ein unangenehm feuchtes Gefühl entsteht.

Tipp 8: Viel trinken
Der angestaubte Tipp an heißen Tagen viel zu trinken, gilt selbstverständlich auch im kochenden Faltcaravan. Im Optimum liegt die Temperatur des Getränks knapp unter der Raumtemperatur. Eine Kühlbox schafft Abhilfe.

Tipp 9: Hut und Fächer verwenden
Der Kopf ist die Schaltzentrale des Körpers und darf nicht überhitzen. Strahlt die Sonne direkt in den Falter sollte das Haupt mit einem hellen Hut bedeckt werden. Flankiert kann diese passive Maßnahme durch einen Fächer. Das mutet altmodisch und primitiv an, hilft aber.

Tipp 10: Körper abkühlen
Aktive Kühlung verschafft man sich durch eine kalte Dusche inkl. dem anschließenden einreiben mit einer gekühlten Bodytonic. Immerhin die Haut füllt sich danach deutlich angenehmer an. Verlängert kann man diesen Zustand durch ein kaltes Fußbad. Auch sollte man sich zwischendurch auch immer mal wieder für 30 Sekunden kaltes Wasser über die Unterarme laufen lassen. Das erfrischt und unterstützt das Herz-Kreislaufsystem im anhaltenden Kampf gegen zu viel Körperhitze. 

Und falls gar nichts mehr Hilft: Nächte unter dem Sternenzelt sind nicht nur romantisch sondern auch kühler als im aufgeheizten Falter. Vor Insekten bewahrt der Moskitoschutz.

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