Ein großer Vorteil von Zeltanhängern gegenüber Wohnmobilen und Caravans ist ihr geringerer Spritmehrverbrauch. So benötigen wir mit dem Camp-let im Flachland für 100 Fahrkilometern zusätzlich zwischen 0.5 bis 1 Liter. Geht es in die Berge und sind Auto und Anhänger zudem voll beladen, steigt der Verbrauch jedoch rasch an. Aus diesem Grund haben wir uns etwas mit dem Senken von Spritkosten beschäftigt. Im Beitrag geben wir Tipps, wie Du den Treibstoffkonsum Deiner Camping-Karawane reduzierst und damit Deinem Geldbeutel und der Umwelt gleichzeitig etwas Gutes tust.

Spritkosten

Top-Tipps zum Senken der Spritkosten

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Für ein PKW-Faltcaravan-Gespann gilt auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen ein Höchsttempo von 80 km/h, maximal 100 km/h. Im Normalfall sollte in diesem Geschwindigkeitsbereich Dein Spritverbrauch noch auf einem moderaten Niveau liegen. Und trotzdem wirst Du den Zeltanhänger auf Deiner nächsten Tankstellenrechnung merken. Insbesondere bei Fahrten durch die Berge. Nachfolgend unsere Tipps, wie Du mit einem Falter Deine Treibstoffkosten ohne viel Aufwand dauerhaft senken kannst. Mittlerweile sind diese bei uns zur Routine geworden was unsere Urlaubskasse freut.

Tipp 1: Günstig tanken
Gespart wird im Einkauf. Diese alte Händlerweisheit gilt auch fürs Tanken. Wir nutzen dazu die iPhone App Spritradar. Diese verrät uns mit einem Klick, wo in der Umgebung die günstigste Tanke zu finden ist. Falls möglich, besuchen wir dann am frühen Abend die Zapfsäule, da dann der Treibstoff häufig am preiswertesten ist.

Tipp 2: Ballast abwerfen
Warst Du schon einmal eine lange Strecke mit schweren Gepäck wandern? Falls ja, kennst Du sicher das positive Gefühl, eines leichter werdenden Rucksacks. Kein Wunder. Jedes gesparte Kilo erleichtert Dir Deine Tour. Beim Faltcaravaning ist es nicht anders. Jedes zusätzliche Gewicht kostet Energie. Reduziere Deinen Spritverbrauch, indem Du Dein Gespann von unnötigen Gepäckstücken befreist. Das kann das nicht benötigte Vorzelt sein, die nie verwendeten Stühle,…

Tipp 3: Aufbauten vermeiden
Fahrradträger, Dachbox, Packsack: einen Faltcaravan und die Zugmaschine kannst Du mit allerlei Transportequipment bestücken. Das ist zwar praktisch und schafft Ordnung, wirkt sich aber ungünstig für Deinen Spritkonsum aus. Wann immer es geht, solltest Du daher Aufbauten demontieren. Beispielsweise weist der ADAC auf einem Spritmehrverbrauch von 11 Prozent bei einer Dachbox hin.

Tipp 4: Reifenluftdruck sicherstellen
Fahrradfahrer kennen den Effekt: ist der Reifen nicht prall mit Luft gefüllt, tritt es sich merklich schwerer in die Pedale. Übersetzt auf das PKW-Faltcaravan-Gespann bedeutet dies: ein zu geringer Luftdruck, lässt Deinen Treibstoffverbrauch klettern. Der ADAC spricht von einer Erhöhung von 1 Prozent bei einem Minderdruck von 0,2 bar. Kontrolliere regelmäßig alle Reifen und fülle bei Bedarf nach. Vergiss dabei nicht die Ersatzräder von PKW und Faltcaravan.

Tipp 5: Faltcaravan abkuppeln
In der Vergangenheit hatten wir manchmal Touren, da wussten wir, dass wir am Abend genau an dieser Stelle wieder mit unserem Zeltanhänger vorbeikommen würden. Oft stellten wir den Falter dann einfach ab, und hingen ihn am Abend wieder ein. Wir waren dann schneller und wendiger unterwegs. Positiver Nebeneffekt: wir sparten ebenfalls Sprit. Besonders bei Städtereisen oder dem Besuch von Halbinseln solltest Du kurz checken, ob Du einen Punkt mehrmals passierst. Parke an diesem Deinen Falter einfach zwischen.

Tipp 6: Sofort losfahren
Ein PKW im Lehrlauf? Der ADAC spricht von einem Verbrauch zwischen 1/2 und 1 Liter pro Stunde. Ohne das Du Dich, Dein Auto oder Deinen Falter nur einen einzigen Zentimeter weit bewegst. Vermeide also Leerläufe insbesondere zu Beginn der Fahrt.  Das heißt, Faltcaravan komplett ankuppeln, Navigationssystem einstellen, alle anschnallen, Musik einlegen und dann erst den Motor starten.

Tipp 7: Vorausschauend fahren
In der Fahrschule hast Du sicherlich mit dem Prinzip des „vorausschauenden und defensiven Fahrens“ Bekanntschaft gemacht. Das Gute an diesem Grundsatz ist: er trägt nicht nur zur Sicherheit bei, sondern hilft Dir auch beim Spritsparen. Lasse Dein Blick nach vorne schweifen. Kündigt sich ein Zwischenhalt an, vermeide es Gas zu geben. Organisationen wie der ADAC oder Fahrschulen bieten weiterführende Spritspartrainings an. Einen Überblick findest Du hier.

Tipp 8: Niedrigtourig cruisen
Dein Auto ist jünger als 20 Jahre? Super. Dann solltest Du niedrigtourig fahren. Das heißt sofort in den höchst möglichen Gang schalten und anschließend gleichmäßig dahingleiten. Im Stadtverkehr sind das rund 2000 Umdrehungen pro Minute, auf der Landstraße und Autobahn (und insb. mit einem eingeklinkten Falter) können es ruhig etwas mehr sein. Laut dem Verkehrsclub Deutschland, sparst Du auf diese Weise bis 30 Prozent gegenüber einer hochtourigen Fahrweise.

Tipp 9: Stromverbraucher abschalten
Die Lüftung tut es, die Frontscheibenheizung auch, sogar das Radio kommt nicht umher: alle aktivierten elektrischen Geräte in der Zugmaschine benötigen Energie. Als Faustformel kannst Du von 0,1 Litern Mehrverbrauch für 100 Watt ausgehen. Dies benötigt eine normale Sitzheizung. Daher: alles Elektrische, was Du nicht unbedingt brauchst, einfach abstellen. So fahren wir unsere Kühlbox herunter, falls sich in dieser keine ‚kühlkritischen‘ Lebensmittel befinden.

Tipp 10: Motor ausschalten
Besitzer einer Start-Stop Automatik können diesen Tipp getrost überspringen. Verfügt Dein Auto nicht über ein solches Feature, solltest Du weiterlesen. Unser finaler Spritspartipp: schalte Deinen Motor aus, falls abzusehen ist, dass Du 10 Sekunden und länger stehen wirst (siehe Webtipp). Insbesondere beim Suchen eines Stellplatzes für unseren Falter denken wir an diese Maßnahme. Oft bleiben wir dann nämlich stehen und inspizieren den Ort genauer.

Fazit

Geringere Spritkosten, mehr Geld für den Urlaub. Gerade wenn die Preise für den Treibstoff mal wieder durch die Decke gehen. In Skandinavien hatten wir noch eine ganz andere Motivation, Sprit zu sparen. Das Tankstellennetz war in ländlichen Gefilden nicht wirklich dicht ausgeprägt. Wir hatten wenig Diesel an Bord und die nächste Zapfsäule war noch weit. Ein Abenteuer auf 6 Rädern das glücklich zu Ende ging.

> Welches ist Dein Tipp um Sprit mit dem Faltcaravan zu sparen und damit die Treibstoffkosten zu reduzieren? Hinterlasse einen Kommentar.